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Warschau - eine Wiederauferstehung

Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Warschau vielen als das „Paris des Nordens“ – die polnische Hauptstadt zählte zu den schönsten Metropolen Europas – bis es im Zweiten Weltkrieg durch Nazi – Deutschland zerstört wurde.

Warschau, seit 1603 die Hauptstadt Polens, ist eine Stadt der Superlative und „Europas größte Baustelle“ zugleich. Mit prosperierender Wirtschaft im Herzen der Stadt, traditionsbewusst in der Altstadt, elegant auf dem Königstrakt und fast ländlich anmutend am rechten Weichselufer zeigt sich die 1,7 Millionen-Metropole scheinbar voller Widersprüche.

Der Sage nach angelten die Fischer Wars und Sawa am Ufer der Weichsel, als eine Nixe die beiden beschwor, an dieser Stelle eine Stadt zu errichten, die unzerstörbar sein werde. Diese Prophezeiung hat sich jedoch nicht bewahrheitet: Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges begann das schlimmste Martyrium für die Stadt und ihre Bewohner: Bombardierungen, Deportationen, Errichtung des Warschauer Gettos, der Gettoaufstand 1943 mit Straßenrazzien und Exekutionen, der Warschauer Aufstand 1944, die Massaker an der Zivilbevölkerung und schließlich die planmäßige Vernichtung der Stadt durch die deutschen Besatzungstruppen. Diese Ereignisse sind auch 70 Jahre danach allgegenwärtig und unvergessen.
Und dennoch – ein wahrer Kern der Sage bleibt. In einer beeindruckenden Anstrengung wurde die zerstörte Stadt wieder aufgebaut. Die Altstadt ist bis heute die weltweit größte Rekonstruktion einer historischen Bebauung. Diese Leistung wurde mit der Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gewürdigt.

Auch die einst ungeliebte Architektur im Sozialistischen Realismus, die der Stadt in den fünfziger Jahren ein neues Gesicht gab, wird von Warschauern und Besuchern der Stadt neu entdeckt. Seit der Wende 1989 hat sich Warschau zu einer europäischen Metropole moderner und postmoderner Architektur entwickelt. Warschau ist das Wissenschafts-, Wirtschafts- und Kulturzentrum Polens, das wie ein Magnet auf die jungen Menschen aus ganz Polen und Europa wirkt.

In diesem Bildungsurlaub wollen wir der Historie, der Identität der Stadt und ihrer Bewohner und ihrem heutigen Selbstverständnis nachspüren. Dabei werden wir uns mit ihrer Geschichte auch während der NS-Herrschaft und deren Folgen auf das polnische und jüdische Volk auseinandersetzen, ebenso aber auch den Fokus auf die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart und auf die Perspektiven für eine gemeinsame europäische Zukunft lenken.

Themenschwerpunkte:

  • Geschichte und politische Bedeutung der Stadt in der Königs- und Teilungszeit Polens sowie in der Zwischen- und Nachkriegszeit
  • Warschau während der NS-Besatzung; Tragik des Warschauer Aufstands
  • Entstehung und Zerstörung der jüdischen Existenz in Warschau
  • Warschau als Kultur-, Wissenschafts-, Industrie- und politisches Zentrum Polens
  • Leben und arbeiten in Polen seit der Wende 1989
  • Warschau in der EU: seine Rolle und Perspektiven als europäische Kultur- und Wirtschaftsmetropole
  • Deutsch-polnische Beziehungen gestern und heute mit einem Blick in die Zukunft

Termin

wird Ende November bekannt gegeben.

Veranstaltungsort

Hotel Belwederski
Belwederska 44c
00-594 Warschau
Polen

Kosten

595,- € Teilnahmegebühr pro Person
144,- € Einzelzimmer - Zuschlag

Der Preis beinhaltet 6 Übernachtungen mit Frühstück inkl. aller Führungen etc.

(Stand 2018)

Leitung

Kristine Konczewski
(Deutschsprachige Leitung)