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Danzig - eine Stadt mit tausendjähriger Geschichte

Danzig (Gdansk), erstmals 997 urkundlich erwähnt, wurde als Flussmündungshafen an Mottlau und Weichsel angelegt. Die Stadt war ein bedeutendes Mitglied der Hanse und aufgrund ihrer günstigen geographischen Lage als Tor zum Meer ein Zentrum des Fernhandels.

Zusätzlich begünstigten zahlreiche Privilegien ihre rasche wirtschaftliche Entwicklung. Danzig galt im Mittelalter als die reichste Stadt der (damaligen) Welt. Die Einflüsse durch den florierenden Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen mit anderen Ländern prägten das Leben und die Kultur der Stadt. Deswegen spielte Danzig in der Geschichte Europas immer eine wichtige Rolle nicht nur als die Stadt der Händler und Seefahrer, sondern auch als Kultur- und Wissenschaftszentrum.

Backsteingotik, prunkvoll verzierte Fassaden, prächtige Patrizierhäuser und Handelskontore, eine der größten Kirchen Europas, Bernsteinschmuck, alte Hafenkräne ... eine beeindruckende Vielfalt an historischen und kulturellen Zeugnissen prägt das Bild der Stadt. Es spiegelt auch ihre Offenheit gegenüber polnischen, deutschen und kaschubischen Einflüssen wider.

Zwei der wichtigsten Ereignisse der polnischen – auch der europäischen – Geschichte fanden in Danzig statt: Mit den Schüssen auf die Westerplatte begann im September 1939 der Zweite Weltkrieg, der mit der fast vollständigen Zerstörung Danzigs endete. Die gegen die kommunistischen Machthaber erkämpfte Gründung der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung „Solidarnosc” durch die Arbeiter der Danziger Werft leitete 1980 das Ende der Epoche des „real existierenden Sozialismus“ im ehemaligen Ostblock ein. Damit wurde Polen auch zum Vorreiter der Demokratisierung in Osteuropa.

Wir werden die Danziger Geschichte durch Vorträge von Professoren der Universität Gdansk kennen lernen und über ihre Bedeutung für die deutsch-polnischen Beziehungen in der Geschichte, der Gegenwart und im zusammenwachsenden Europa des 21. Jahrhunderts diskutieren.

Themenschwerpunkte:

  • Die Geschichte der Stadt: Freie Stadt, Tote Stadt, Rechtstadt
  • Danzig und seine Geschichte im Spiegelbild der Danziger Literatur
  • Günther Grass und Danzig
  • Nationalsozialistische Herrschaft, der 2. Weltkrieg und seine Folgen für die Danziger Bevölkerung
  • Deutsche Spuren in einer polnischen Stadt
  • Danzig als Metropolregion: die Bedeutung der anderen Orte (Sopot, Oliva)
  • Auf den Spuren der neueren europäischen Geschichte (Ausstellung „Wege zur Freiheit“, Gespräche mit Zeitzeugen)
  • Das Leben der Menschen – soziale Veränderungen und politische Perspektiven
  • Die Zukunft von Danzig und seine Rolle in Europa


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Termin

8. - 14. September 2019

Veranstaltungsort

Hotel Gryf
ul. Jana z Kolna 22/26
80-863 Gdańsk, Polen

Kosten

585,- € Teilnahmegebühr pro Person
100,- € Einzelzimmer - Zuschlag

Der Preis beinhaltet 6 Übernachtungen mit Frühstück inkl. aller Führungen etc.

Leitung

Kristine Konczewsk
(Deutschsprachige Leitung)

Ansprechpartnerinnen

Pädagogische Verantwortung
Annette Friedrichs


Seminarorganisation
Aurelie Kasper

Tel.: 0531 58088-33